Hacke und Spitze: Ballett-Shop in Berlin

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Anmutig und grazil, diszipliniert und dabei doch von einer gewissen Leichtigkeit umgeben – so zeichnet sich die Allgemeinheit ihr Bild der Balletttänzerin. Doch jeder, der mal eine Aufführung besucht hat, weiß um die Magie, die hier entsteht: Eine Kombination aus Kostüm, Bühnenbild, Musik und Choreographie, die den Zuschauer in eine Zauberwelt versetzt. Die logische Konsequenz für Läden mit Ballettbekleidung kann deshalb doch nur folgende sein: Einen Teil genau dieses Feenstaubs aufzufangen und auf das Ladenkonzept zu übertragen. Das müssen sich die beiden ehemaligen Profi-Tänzerinnen Daniela Wasseveld und Jutta Cordeiro auch gedacht haben, als sie 2010 ihr Fachgeschäft für Tanzbekleidung im Berliner Stadtteil Kreuzberg eröffneten – mit dem passenden Namen Hacke und Spitze. Der von Interior Designer Holger Jahns gestaltete Shop hat weitaus mehr zu bieten als rosa Tutus… Werft mit uns einen Blick in das überraschend kontrastreiche Ballett-Wunderland:

Metall statt Plüsch

Ganze 180 Quadratmeter groß ist die Verkaufsfläche des etwas anderen Ballettladens. In einem Fachgeschäft für Spitzenschuhe und Tanzkleidchen erwartet man vielleicht so etwas wie pinke Plüschkissen, klassische Musik oder zumindest gerahmte Schwarzweißbilder von Audrey Hepburn im Tüll-Rock. Bei Hacke und Spitze findet man nichts dergleichen – und das ist gut so!

Stilbruch: Alucontainer im Tüllparadies

Die Tanzschuhe werden in scheinbar schwebenden Metallboxen präsentiert und greifen so die Beschwingtheit des Balletts auf. Da man Alucontainer an sich allerdings eher mit Fabrikhallen als mit Tanzsälen in Verbindung bringt, brechen sie das stereotype Bild des Balletts ganz unerwartet auf. Der nette Nebeneffekt: Mit Wandvitrinen wie diesen muss Ballett nicht mehr nur als Mädchensport verschrien sein – hier fühlen sich auch Billy Elliots wohl.

Prima, Ballerina!

Von Stulpen über Swingschuhe, Tangokleidchen oder Bodys bis hin zu Trikots und Tutus gibt es hier so ziemlich alles, was das Tänzer-Herz begehrt! Prima Ballerinas werden sich freuen: Ihre Spitzenschuhe können sie hier nämlich nicht nur in halben Größen, sondern auch in unterschiedlichen Breiten, Sohlenstärken und Blattlängen bekommen.

Schuh(t)raum

Weil Holger Jahns als Produktdesigner weiß, dass Präsentation manchmal alles ist, hat er seiner Kreativität auch in Bezug auf die Schuhregale freien Lauf gelassen. So finden sich die zahlreichen Spitzenschuhe in einem Wandkonstrukt aus gewelltem Faserzement, während die anderen Tanzschuhe mitten im Raum stehen und so von jeder Seite aus zugänglich sind.

Tänzelnde Schuhcontainer

In einem Bereich, in dem sich alles um Bewegung dreht, sollte auch die Einrichtung genau das widerspiegeln. Also hat Holger Jahns bei der Präsentation der Ballettkleidung, -schuhe sowie -accessoires darauf geachtet, die federleichte Dynamik des Tanzes auf das Design der Möbel zu übertragen. Vor allem die verschieden großen Schuhcontainer aus Aluminium, die scheinbar auf den dreibeinigen Rohren tänzeln, erinnern stark an die Bewegungsabläufe beim Ballett.

Dynamik statt Stillstand

Der goldverzierte Spiegel erfüllt zwar das Prinzessinnen-Klischee, doch bei Hacke und Spitze setzt man lieber auf Stilbruch! So ist der rollbare Spiegel mit seinen Gummirädern nicht nur äußerst praktisch und eröffnet neue Blickwinkel, sondern bringt gleichsam auch einen rohen Industriecharme in den Laden. Und wer sagt eigentlich, dass jede Ballerina mit Glitzerkrone und pinkem Plüsch umgeben werden will… ?

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